Riots und Rassismus in den USA und die darüber stehende soziale Frage

   

Gespannt blicken wir Europäer auf die jüngsten Ereignisse in den USA. Polizeigewalt, Riots und Proteste erschüttern das zutiefst gespaltene Land. In diesem Video wollen wir jenseits des aktuellen Hypes um Trump und Rassismus versuchen, das Geschehen in ein größeres Bild einzufügen. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass es viele und schwere Riots und Aufstände in den USA gab, die mit Gewalt niedergeschlagen wurden. Dabei ging es nicht immer um Unterdrückung der Schwarzen, sondern viel mehr um die Unterdrückung der unteren Schichten. Der gegenwärtige Fokus auf Rassismus, ein sehr junger Begriff, lenkt ab vom wirklichen Thema, der sozialen Frage. Wie Warren Buffet einmal sagte, „Es läuft ein Kampf reich gegen arm und meine Klasse gewinnt.“ Tatsächlich zahlt den Preis immer das einfache Volk. Nach den Detroit Riots von 1967 wurden Zentren afroamerikanischer Kultur, wie die Hastings Street, gentrifiziert. Im 19. Jahrhundert wurde die Arbeiterbewegung niederkartätscht, um den Weg freizumachen für die Oligarchen, die ihre Macht wiederum nutzten, die USA Schritt für Schritt zu einer Art Mafiastaat zu verwandeln, von Jekyll Island bis zu den aktuellen Billionen-Bailouts. Die USA sind ein gescheitertes Sozialexperiment, sagte kürzlich Cornel West. Durch die Amerikanisierung und Globalisierung wird versucht, dieses fragliche Gesellschaftsmodell in vielen Ländern zu etablieren. Was können wir in Europa und Deutschland tun, um ein friedliches Miteinander in unseren Städten zu sichern? Gibt es Alternativen? Schliesslich haben wir in Mitteleuropa eine lange Geschichte urbaner Kultur, die ein selbstbewusstes, souveränes Bürgertum hervorbrachte. Dort sollten wir nach Lösungen suchen, bei unseren Erfahrungen und Stärken.

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