Brot & Spiele: Wie der Fußball gekauft wurde

   

Panem et Circenses, ein Spruch der bereits in der Antike geprägt wurde und bis heute seine Gültigkeit nicht verloren hat. Warum üben die Spiele, welche sich freilich über die Jahrhunderte verändert haben, solch eine Faszination und Reiz auf die Menschen aus? Auch heute zählen Sportveranstaltung wie die Fußballweltmeisterschaft, Olympia oder der Fußball zu den größten weltumspannendsten „Gemeinschaftserlebnissen“. Oft sind diese Völkerverbindend und strahlen viel Positives aus, aber es gibt Schattenseiten der Gier nach solchen Ereignissen.

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2 Kommentare

  • Stefan
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    Eine kleine Anregung, anknüpfend an die zweite Strophe des Deutschlandliedes und der daran folgenden Betrachtung unter den heutigen Heiligen Gral der Moral…

    Das Deutschlandlied findet sich als Nationalgesang auf der ebene des Nationalen, des Überpersönlichen, des Kollektiven – und steht damit per se in einer Spannung vom persönlichen zum Überpersönlichen.

    Das Überpersönliche entwickelt sich wie auch immer nicht nur durch den bewussten und alles bedenkenden Willen oder einer Absicht (des ach so pösen Patriarchats), sondern entwickelt sich von sich heraus, und zwar vom Persönlichen, genderlos, vom Menschen, Mann und Frau.

    Tausende von Jahren haben Frauen und Männer auf eine bestimmte Weise so gelebt, und zwar erfolgreich – wobei Person sein immer schon in dies Spannungsverhältnis zum Überpersönlichen und zum Kollektiven hineingeworfen ist und zwar geschlechterunabhängig wenn auch duchaus geschlechterspezifisch: Die Tatsache allein, dass Frauen, Männer wegen ihrer Biologiefixiertheit, ihrer Vorlieben, ihrem Erfindergeist, Entdeckergeist, Neugierde, Rebellioen, Freiheitsliebe etc. etc. innerhalb dieses Spannungsverhältnisses leiden, hat rein gar nichts mit Gender oder Gesellschaftsstruktur oder Patriarchat oder Matriarchat zu tun.

    Es kommt also nicht von ungefähr und von einer bösen Absicht, dass Frauen besungen werden und Männer nicht, dass Frauen bewundernswerte vor Taten ausgenommen sind, und Männer zum Bringsklaven degradiert werden – ja diese Leseart ist die zweite Seite.

    Und dabei braucht man nun überhaupt nicht kämpfen, wer hier wie unterdrückt wird, die Frau zum bewundernswerten verwöhnten Objekt, oder der Mann, dem Bewunderungstribut pflichtigen Arbeitssklaven.
    Der Mensch wird als Mann oder Frau auf ganz unterschiedliche Weise sein Leben meistern müssen, und im persönlichen Bereich zählen natürlich ganz andere Dinge, Unannehmlichkeiten, Ungerechtigkeiten.

    Nun wird auf die überpersönliche nationale männliche Perspektive im Nationallied zwanghaft mit dem allein seligmachenden Heiligen Gral weiblicher ‚Moral‘ und ‚Genderstellung‘ geantwortet, als hätte man damit den ultimativen und ausreichend erschöpften Bewertungsmaß, der außerdem vorgibt – Meiner Meinung nach fälschlicher Weise // der Grund meines Kommentares – dem Kollektiven dem Überpersönlichen des Weiblichen zu entsprechen oder adäquater Fürsprecher und im korrekt weiblichen Sinne tadelnder Fingerzeig zu sein.

    Es gibt viele Bereich, in denen klar (statistisch) abzulesen ist, dass man selbst mit überbordender Fülle an Förderung und mit aller ideologischer Umerziehungskraft keine gleichverteilte Verhaltensweisen zwischen Mann und Frau erzeugen kann. Da hier Ideologie kein Maß und keine Realität anerkennt, weil die Ideologie die Realität ja nach eigener Ideologie erzeugen will, ein anderes Beispiel, das hoffentlich deutlich genug aufzeigt, dass das Schlecht und Gute beim Mann und Frau nicht unterschiedlich abgewogen ist, sondern lediglich anders strukturiert ist.

    Der Mann _dient_ dem Vaterland. Er verteidigt das Land, und die Kinder, sogar die Frauen beschützt er. Er tut dies auf Geheiß des Kollektivs, von dem er sich verpflichtend rekrutieren und seiner Grundrechte berauben lässt. Er tötet nicht für sich, nicht für seinen eigenen Bauch und nicht aus eigener Willkür, sondern er tötet als Soldat nach dem Befehl und das Kollektiv droht selbst hier mit Gerichtsbarkeit, damit kein Soldat (im Idealfall) auf eigene Bedürfnisse hin und nach eigenem Maßstab und Rechtfertigung hin töte.
    Das Kollektiv zwingt den Mann zum Töten, Verwunden, Gefangennehmen und zum sich Tötenlassen, sich Verwundenlassen und sich Gefangennehmen lassen.

    Kann der Mann sich frei nach dem Gewissen vor seinem Gewissen auf rein Persönlicher Ebene davon freisprechen? Nein, kann er nicht. Der Antrag auf Nichttötenwollen aus Gewissensgründen wird (dem Konzept des individuellen Gewissens widersprechend) von Dritter Seite geprüft und entweder stattgegeben oder nicht.

    Vorab eine Nebenbemerkung: Da ist die Degradierung zum besungenen Bewunderungobjekt eine leichtere Übung.

    Warum also werden die Frauen so besungen, wie sie besungen werden?

    Nun, Frauen – bleiben wir beim Thema Töten – erleben es im Kollektiv geradezu als Vergewaltigung sich einer kollektiven Gerichtsbarkeit, einem Kollektiv des Rechts zu unterstellen.
    Sie wollen das Recht zum Töten als Recht, nicht begründen, selbst ein paar Minuten Beratung ist zuviel, sie wollen es freilich nur für Geburten, aber doch für sich selbst, für den eigenen Bauch, so die kollektive Begründung, und sie wollen darin keine Gerichtsbarkeit, nicht einmal eine Kriegsgerichtsbarkeit//Abtreibungsgerichtsbarkeit. Hier gibt es kein Naturrecht aus sich selbst heraus, hier geht es nicht um Kinderschutz oder gar Männerschutz oder noch verwegener um Vaterlandsschutz. Allein das Weibliche Wohl und Wehe gilt, und dem Vertrösten, dass darin schon Abwägung und Gerechtigkeit genüge geschehe, per Se, denn Frauen sind ja keine Schweine, die zum Beispiel niemals etwas böses tun würden, außer eben Kindertöten, was aber kein Töten ist, weil Frauen es als ihren Zellenbesitztum unterwerfen – so auf kollektiver Ebene.

    Kurz und Gut: Frauen im Kollektiv selbst(!) sind nicht willens(!), Gerechtigkeit zu objektivieren, aus dem Persönlichen herauszunehmen, zu beschränken und allgemeinen Regeln und Prüfungen zu unterwerfen, es zur res publica zu machen.

    Das ist der Grund, warum Frauen nicht Kinder, Männer und Vaterland beschützen und darum auch nicht derart besungen werden.

    Für das Frauenkollektiv bzw. für das Überpersönliche Weibliche ist _Res Publica_ das genaue Gegenteil von Weiblichkeits-Zentrifixierung-Willkür-Gerechtigkeit, wenn es darum geht, die überpersönliche Weiblichkeit durch Fremdes, Äußeres, gar Vernunft einzugrenzen.

    Die persönliche Ebene von Frauen und Männer dagegen ist ganz anders: Männer mögen nicht im Krieg misshandelt werden, Frauen wollen dass Gerechtigkeit und Friede herrsche.

    Die eigentliche Frage lautet daher, inwiefern sind wir unserer eigenen Überpersönlichkeit bewusst, inwiefern davon abgenabelt also unabhängig.

    Wer nun als Mann sich gegen das Kollektive kritisch oder ablehnend stellt, der kann das auch von Frauen erwarten, und muss nun nicht den Clown des Überpersönlichen auf der anderen Spielwiese weiterführen, als wäre dies die entsprechende Antwort.

  • Georg
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    Hallo Franki
    Es gibt aber auch positive Hymnentexte. Hier die von Lettland:
    Gott, segne Lettland,
    Unser teures Vaterland,
    Segne doch Lettland,
    Ach, segne es doch!

    Wo Lettlands Töchter blühen,
    Wo Lettlands Söhne singen,
    Lass uns dort im Glück tanzen,
    In unserem Lettland!

    Das ist schon alles. Wenn Du mehr über Lettland – Sonnenwende wird hier noch heute als größtes Fest gefeiert – erfahren möchtest, wende Dich an mich!

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